|
Zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb, nur wenige Kilometer nördlich der Donau liegt als fast kreisrunde, etwa 100 m tiefe Senke das Ries mit einem Durchmesser von annähernd 22 Kilometern. Einst verlief der Höhenzug der Alb vom Schwarzwald durchgehend bis zum Fichtelgebirge. Nach unseren heutigen Erkenntnissen aber schlug vor etwa 14,8 Millionen Jahren ein Meteorit mit einem Durchmesser von schätzungsweise 500?1000 m Durchmesser dieses riesige Loch im Bruchteil einer Sekunde aus der Alblandschaft.
Wer vom Daniel der Nördlinger St. Georgskirche oder dem Wallersteiner Felsen in die Runde schaut, erkennt die kreisrunde Gestalt der Landschaft mit seinem zum Teil erheblichen Anstiegen hin zum Kraterrand. Wegen der großen Hitze beim Einschlag entstand ein neues Gestein, der Suevit. Dieses leichte, von Hohlräumen durchsetzte Gestein, in das auch glasartige "Bomben" und "Flädle" eingeschlossen sind, ist so einzigartig und typisch für das nordschwäbische Ries, dass man ihm den Namen "Schwabenstein" (Suevit) gegeben hat.
Der Landkreis Donau-Ries besteht aus den Altlandkreisen Nördlingen und Donauwörth. Aus den Wappen dieser Landkreise wurden als Sinnbild für das Ries das Abzeichen der Grafen und Fürsten von Oettingen - das goldene Andreaskreuz im roten Feld - und die bayerischen Rauten als Hinweis auf die Bedeutung des wittelsbachisch-bayerischen Einflussraumes im Lech-Donaugebiet übernommen. Als Hinweis auf die Bedeutung der beiden früheren Reichsstädte Nördlingen und Donauwörth wurde das Reichssymbol - der schwarze Adler in Gold - in das Landkreiswappen aufgenommen.
|